Wenn man an die Lust denkt, vergeht sie einem auch schon…….
Diese Weisheit sollte man Donald Trump, dem selbst ernannten Friedensstifter auf allen Kanälen, ins Gästebuch in Mar al Lago schreiben. Die altösterreichische Weisheit: „Nur nichts anstreben“, welche schon der Jesuit Baltasar Gracián (1601- 1658) als „Kunst der Zweiten Absicht“ empfahl, liegt dem hemmungslosen Egomanen im Weißen Haus nicht. Seine öffentliche Bewerbung um den Preis, welcher Größen wie Henri Dunant (1901), Martin Luther King Jr. (1964)), Nelson Mandela (1993) Willy Brandt (1971), Mutter Teresa (1979) zuerkannt wurde, ist einmalig in der Geschichte.

Politische Motive in Oslo

Die Auszeichnung wird von der norwegischen Jury in den letzten Jahrzehnten immer mehr nach politischem Opportunismus verliehen. Barack Obama wurde vorauseilend im ersten Amtsjahr „friedensbepreist“. Während der Amtszeit waren später US-Truppen in sieben Ländern aktiv: Afghanistan, Irak, Pakistan, Somalia, Jemen, Libyen und Syrien . Auch die EU zeichnete man 2012 aus- steht doch in ihren Gründungsdokumenten ausdrücklich, sie wäre ein Friedensprojekt. Nun, da es erstmals wirklich darauf ankommt, einen Krieg in Europa zu beenden, fällt ihr nichts anderes ein, als zur allgemeinen Bewaffnung aufzurufen und dafür 800 Milliarden € auszuborgen. Zu einem kreativen aktiven Friedensplan reichte es nicht.
Unvollendete Friedenswerke
Donald hingegen ist friedensbeflügelt weltweit unterwegs, um die aufeinander eindreschenden Streithähne und- hennen an den Verhandlungstisch zu zwingen. Er nutzt dabei seine erprobten Folterwerkzeuge: Beinharte Verhandler aus der Immobilienbranche, Drohungen mit ungeheuren Zöllen und, wenn das alles nicht hilft, Bomben und Raketen. „Sollte die Hamas sich nicht benehmen, würden wir sie auslöschen“, so Trump, ganz unfriedlich. Vor den Vereinten Nationen brüstete er sich: „In sieben Staaten habe ich sieben endlose Kriege beendet.“ Keiner davon ist allerdings wirklich an ein Ende gekommen. Er forderte dafür den Friedensnobelpreis.
Strafzölle für Norwegen?

Wie wird er das Rennen um den begehrten Preis bestreiten? Seine Lobbyisten antichambrieren sicher schon, am Norwegian Nobel Institute zu Oslo. Das eher linkslastige Komitee wird voraussichtlich keine großen Sympathien für den MAGA- Wüterich zeigen. Bis zur nächsten Vergabe kann auch noch viel Unerfreuliches passieren, in Gaza, der Ukraine, in Afrika und auch zu Hause, in den tief gespaltenen Vereinigten Staaten. Trump aber wird nicht aufgeben, im Rennen um die Krönung seines Lebenswerks. Was tun? Die üblichen Drohungen mit Bomben und Raketen wären eher kontraproduktiv, in Oslo. Bleibt als letztes, probates Mittel ein Strafzoll von 150% für Norwegen im Falle der Verweigerung?
Man wird sehen, welche Blüten die groteske Friedenssehnsucht im Wilden Westen noch treiben wird.

ärztlicher Aufsicht verwendet werden.

Eine Antwort
Den Friedensnobelpreis 2025 hat die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado erhalten. Sie wurde für ihren unermüdlichen Einsatz für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes und ihren friedlichen Kampf gegen den autoritären Machthaber Nicolás Maduro ausgezeichnet. Das Nobelkomitee lobte ihren Mut und ihre Entschlossenheit für Demokratie und Menschenrechte in Venezuela.( zit. Perplexity)
Hat das vielleicht etwas mit Politik zu tun?