Drei Wünsche in der Rauhnacht.

Eine Überlieferung besagt, dass das, was man sich in einer Rauhnacht (vom 24. Dezember bis 6. Jänner) wünscht, im nächsten Jahr in Erfüllung geht . Die sorgfältige Räucherung des Stalls, der Werkstatt und der Stube trägt zur Erfüllung dieser Wünsche besonders bei.
Erwartungsvoll räucherte ich daher meine Bienenstöcke, die Werkstatt und das Büro samt Lieblingswerkzeug (Computer und iPad).
Am 26. 12. dem Stefanitag, stellte ich meine Wunschliste für das Jahr 2026 zusammen. (Anm: Der Hl. Stephanus wurde einst vor dem Hohen Rat Israels gesteinigt).
Die Welt

Für die ganze Welt wünschte ich mir ein Ende aller, oder zumindest der allermeisten, Kriege und das Entstehen einer friedlichen, neuen Weltordnung ohne grimmige Despoten. Die Gegenspieler in Israel mögen zur Vernunft kommen und einsehen, dass niemand den jahrtausendealten Krieg gewinnen kann. Europäer und Ukrainer sollten sich damit abfinden, dass ohne Kompromiss der Krieg weiter andauern wird. Ab Mitte des Jahres schweigen die Waffen. Donald mottet seine Eroberungspläne ein, ein Nichtangriffspakt wird feierlich abgeschlossen.
Europa


Es ist Zeit, zu erkennen, dass die EU im Begriff ist, an die Wand zu fahren. In Europa sollte ein Erweckungserlebnis wie in der UdSSR 1998 eintreten.
Glasnost und Perestroika
….. das waren die Reformen, die Michail Gorbatschow ab 1985 in der Sowjetunion einführte, um das veraltete System zu modernisieren und zu beleben. Glasnost (Offenheit) bedeutete mehr Transparenz sowie Meinungsfreiheit, während Perestroika (Umgestaltung) den Umbau des politischen Systems hin zu mehr Effizienz und Demokratie beschrieb.

Frau von der Leyen tritt daher wegen schwindenden Vertrauens in ihre undemokratische Herrschaft zurück und wird durch Georgia Meloni oder Bart De Wever ersetzt. Der Europäische Rat erkennt, dass eine weitere Finanzierung des Ukraine-Kriegs ein Irrweg ist und bewegt Selenskyj gemeinsam mit den USA dazu, einem Kompromissfrieden zuzustimmen. Die kriegerischen Pläne werden, was die Aufwendungen für Rüstung anlangt, einer strengen Prüfung unterworfen. Man streckt die Hand zaghaft gegen Russland aus.
Österreich


Angesichts der desaströsen Lage der Wirtschaft und der Fäulnis der Dreierkoalition aufgrund des Zwangs zum kleinsten gemeinsamen Nenner springt der Bundespräsident über seinen Schatten und ernennt eine Expertenregierung, bestehend aus erprobten Fachleuten. Das Budget für die nächsten drei Jahre wird überarbeitet. Eine klare außenpolitische Linie wird definiert, deren diplomatische Umsetzung einer fähigen Persönlichkeit vom Fach anvertraut.
Soweit die frommen Wünsche samt Räucherung.
Der Aberglaube freilich war bei Weitem noch nicht ausgeschöpft: Eine weitere Weissagung meiner bäuerlichen Vorfahren lautet: „Was Du in einer Rauhnacht träumst, ist ein Omen für das kommende Jahr. In der Nacht vom Stefani-Tag zum Johannestag verlor ich mich in einem langen Traum- er war schrecklich. Alles, was ich gewünscht und insgeheim erhofft hatte, stürzte schmerzlich in sich zusammen. Trotz fleißigen Weihrauchgebrauchs, frommer Wünsche und gehätscheltem Zweckoptimismus blies mir im Traum ein eiskalter Wind ins Gesicht.
Ein böser Traum

Die Welt



Die neue Weltordnung startet mit Hauen und Stechen: Mir träumte, die USA wären in Venezuela einmarschiert und hätten Grönland mit Waffengewalt besetzt. Der Ukrainekrieg dauerte, begleitet von ergebnislosen Verhandlungen, unverändert fort und dehnte sich sogar auf die Region rund um Odessa aus. Amerikaner und Russen bereiteten sich darauf vor, sich die Beute aus der Ukraine zu teilen, die Europäer auf die Bezahlung der ungeheuren Rechnungen. Die von den Europäern gewährten Kredite reichten nicht und mussten erneut aufgestockt werden.
Europa

Die Differenzen zwischen den Nationalstaaten und der EU nahmen drastisch zu. Die Kommission setzt auf weitere Zentralisierung und Aufnahme gemeinsamer Schulden. Deutschland und Frankreich erlebte militante Aktionen, extremistische Parteien erfuhren enormen Zulauf. In Deutschland stotterte der Wirtschaftsmotor immer stärker, die Krise sprang erneut auf Österreich über und führte zu einer schmerzhaften Zunahme der Arbeitslosigkeit. Der Finanzplan der EU gerät ins Schleudern, immer neue Finanzierungsquellen müssen angezapft werden. Das Vertrauen in die EU schwindet quer durch Europa.
Österreich


In der Wiener Regierung nahm die Uneinigkeit zu, die NEOS zeigten eine starke Neigung zum Absprung. Ein Lichtblick bestand darin, dass die Herrschaft Andreas Bablers in der SPÖ durch einen Aufstand der Funktionäre jäh beendet wurde. Es kam nichts Ermutigendes nach. Die ideologischen Differenzen in der Regierung lähmten die Zusammenarbeit vollends. Der Finanzminister bemühte sich nach Kräften, den herannahenden Offenbarungseid weiter in die Zukunft zu verschieben- allein, das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung erreichte einen nie dagewesenen Tiefpunkt.
Die Wirklichkeit….
Die Wirklichkeit wird zwischen den rauchgeschwängerten Wünschen nach Offenheit und kraftvollen Taten und dem Alptraum einer weiteren Reise in den Abgrund liegen. Völlig unerwarteten Ereignisse- Attentat auf einen wichtigen Staatsmann, Naturkatastrophen, globale Finanzkrisen, erneute Pandemie – könnten alle Überlegungen über den Haufen werfen.

Eines aber steht fest: Meine Provokation wird, wie alle in meinem bisherigen Leben- überhaupt nichts bewirken. Es gilt Arthur Schopenhauers Warnung: „Wer auf die Welt gekommen ist, sie ernstlich und in den wichtigsten Dingen zu belehren, der kann von Glück sagen, wenn er mit heiler Haut davonkommt.“ Parerga und Paralipomena, 1851).
Gemessen daran hatte ich bisher mehr Glück als der im 1. Jahrhundert n. Chr. gesteinigte St. Stephanus: Ich bin lediglich manchmal vom Motorrad abgeworfen worden.

Eine Antwort
Glück braucht man im Leben, Glück braucht auch demnächst Österreich, mit dem jetzigen politischen Personal ist kein Staat zu machen.