Das von den USA in Venezuela „zur Verwaltung übernommene“ Gebiet ist achtmal grösser als die von den Russen in der der Ukraine besetzte Fläche; Grönland ist achtzehnmal so groß. Während die USA offen drohen, sich einen europäischen Staat einzuverleiben, hat Putin der EU einen unbefristeten Nichtangriffspakt angeboten. Trump will sich die ganze Welt untertan machen, Putin die Grenzen der russischen Föderation gegen den Vormarsch der NATO verteidigen. Man unterstellt ihm, EU- Staaten überfallen zu wollen, was er entschieden in Abrede stellt und vertraglich festlegen will. Trump hingegen verkündet beleidigend und unverhohlen, genau das tun zu wollen, was man Putin ohne jeden Beweis unterstellt: Ein europäisches Land anzugreifen.
Inhalt
„We have to have it!“
Wir müssen es haben!“
Also sprach Donald Trump an Bord der Air Force One. Er bezog sich auf die größte Insel der Welt, Grönland. Die Gründe? Grönland sei essenziell für die „national protection“ und müsse vor dem Zugriff Russlands und Chinas bewahrt werden. „Nebensächlichkeiten“, wie Öl, Gold, seltene Erden etc. blieben unerwähnt.
FILE PHOTO: Snow covered mountains rise above the harbour and town of Tasiilaq, Greenland, June 15, 2018. REUTERS/Lucas Jackson/File Photo
„Man kann kein anderes Land annektieren – nicht einmal mit dem Argument der internationalen Sicherheit. Grönland gehört den Grönländern.“
(Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen und der grönländische Premierminister Jens-Frederik Nielsen und mehrere EU-Regierungschefs.)
Ein Angebot wie einst Don Corleone
Die Europäer werden bald vor den Drohungen der USA einknicken. Trump wird ihnen, wie schon Frau v.d. Leyen in der Frage Zölle, ein Angebot machen, „…..das sie nicht ablehnen können“. Erinnerungen an Don Corleone, den Paten aus dem unvergesslichen Film „Godfather“ kommen auf, wie auch die beleidigende Äußerung
„Fuck EU!“
der ehemaligen Vizeministerin Victoria Nuland 2014 in der Ukraine,. Diese verdeutlichte schon damals die unverhohlene Verachtung der Europäer durch die US-Administration.
Zweierlei Maß
Während man sich im Fall Grönland völlig einig ist, dass es sich um einen Bruch des Völkerrechts handeln würde, wird die Rolle der USA im Ukraine-Konflikt bis dato als rechtlich makellos hingestellt. Gleichwohl ist auch der Krieg um den ehemaligen Mitgliedstaat der UdSSR eine Folge des Großmachtstrebens der USA. Verbissen wird geleugnet, dass man den Russen 1989 auf höchster Ebene versprochen hatte, die NATO nicht bis an die Grenzen der Russischen Föderation heranzuführen. Die Fakten sprechen eine andere Sprache: Derzeit befinden sich in Osteuropa bereits mindestens 15 NATO-Stützpunkte, Raketenbasen und bis zu 40.000 US-Soldaten. Die USA und ihre willigen Vollstrecker in Europa taten alles, um die Russen immer mehr in die Enge zu treiben, wie von vielen Zeitzeugen und seriösen Quellen wiederholt bestätigt wird.
Der Zauber des Dollars
Nicht nur strategische Interessen bewegten die US- Macht bis an die Grenzen Russlands. Auch ihre wirtschaftliche Beweggründe entsprechen jenen in Venezuela und Grönland. Viele US-Konzerne haben Investitionen in der Ukraine getätigt: Cargill, Bunge, Procter & Gamble, Coca-Cola, PepsiCo, Jabil etc. Die Höhe dieser Investitionen beträgt in Summe über eine Milliarde US-Dollar. Der weltgrößte Investmentfonds Blackrock spielt dabei eine beratende Rolle. (Der jetzige deutsche „Kanzler mit den leeren Taschen“ und militante Ukraine- Unterstützer Merz war bis 2024 Vorstand der Berliner Blackrock-Niederlassung).
Die julischen Cäsaren
Cäsarenwahn
Donald Trump steigert die Weltbeherrschungsstrategie seiner Vorgänger hemmungslos ins Uferlose. Jüngst kündigte er eine Erhöhung des „Verteidigungs“(?) Budgets um 50% von einer auf eineinhalb Billionen Dollar an. Zum Vergleich: Die Summe der Militäraufwendungen aller anderen Staaten der Welt beträgt etwa 1,7 Billionen, also nur wenig mehr als jene der USA.
Er nutzte Waffengewalt, um einen Staatschef aus seinem Regierungssitz zu entführen und verkündet nun, sich der größten Insel der Welt, derzeit im Besitz eines europäischen Staates, gewaltsam bemächtigen zu wollen. Dasselbe beabsichtigt er im Falle Ecuador, Kuba und Panama.
Verglichen mit diesen unverhohlenen Machtansprüchen und Raubzügen mutet die Selbstverteidigung der Russen gegen den Vormarsch der US-gesteuerten NATO-Staaten defensiv an. Die Gegenaktionen der Russen- der brutale Stellvertreterkrieg in der Ukraine mag noch so abstoßend und schrecklich erscheinen- werden als himmelschreiendes Unrecht hingestellt, durch eine weltweit orchestrierte Propagandakampagne. Die jüngste Entschleierung des unverhohlenen US- Weltherrschaftsplanes verschieben die Gesichtspunkte freilich fundamental.
Das von den USA in Venezuela „zur Verwaltung übernommene“ Gebiet ist achtmal grösser als die von den Russen in der der Ukraine besetzte Fläche; Grönland ist achtzehnmal so groß. Während die USA offen drohen, sich einen europäischen Staat einzuverleiben, hat Putin der EU einen unbefristeten Nichtangriffspakt angeboten. Trump will sich die ganze Welt untertan machen, Putin die Grenzen der russischen Föderation gegen den Vormarsch der NATO verteidigen. Man unterstellt ihm, EU- Staaten überfallen zu wollen, was er entschieden in Abrede stellt und vertraglich festlegen will. Trump hingegen verkündet beleidigend und unverhohlen, genau das tun zu wollen, was man Putin ohne jeden Beweis unterstellt: Ein europäisches Land anzugreifen.
Die Gewissensfrage
Cäsarenwahn ist eine Form von Größenwahn, Hybris und Paranoia, die durch absolute unkontrollierte Macht entsteht. Der Begriff leitet sich von geistesgestörten römischen Kaisern wie Caligula oder Nero ab, die durch Allmacht, Isolation und Schmeichelei realitätsfern wurden und außer Kontrolle, gegen jede Vernunft, handelten. Es sei der geneigten Leserschaft überlassen, zu beurteilen, auf wen diese Wesensmerkmale besser zutreffen: Putin, Xi Jinping oder Donald Trump.
3 Antworten
Ihren Ausführungen kann ich nichts wesentliches hinzufügen. Ihr Beitrag entspricht völlig meiner Meinung. Das derartiges in keiner (Qualitäts)Zeitung Platz findet, wundert mich nicht. Traurig das festzustellen zu müssen. Vielen Dank!!
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Ihren Ausführungen kann ich nichts wesentliches hinzufügen. Ihr Beitrag entspricht völlig meiner Meinung. Das derartiges in keiner (Qualitäts)Zeitung Platz findet, wundert mich nicht. Traurig das festzustellen zu müssen. Vielen Dank!!
Wer die Wahrheit sagt, wird aus neun Dörfern vertrieben.
Ist ein alter Anatolischer Sprichwort.
Mir gefallen Ihre Blogs sehr.
„Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd!“
Schönen Gruss an alle hier!