König Krösus als Warnung

König Krösus, vor über 2500 Jahren reichster König in Lydien, befragte das Orakel zu Delphi, wie er sein Land noch glanzvoller und größer machen kölnnte. Solle er zu diesem Zweck Krieg gegen den Perserkönig Kyros führen? Der Spruch lautete: “Wenn du den Fluss Halys überquerst, wirst du ein großes Reich zerstören.” Freudig zog er in die Schlacht- und wurde geschlagen. Die Prophezeiung bezog sich auf sein eigenes Reich. Durch seinen Angriff hatte er sie selbst verwirklicht.
Der gereizte Hegemon
Die USA sind mit 124% des Bruttoinlandprodukts verschuldet. Paradoxer Weise sind sie gerade auf Basis dieser Schulden militärisch weltweit führend. Dennoch droht ihnen Machtverlust: Immer mehr Rivalen fordern die alte Ordnung heraus.


Der Anreiz, die Weltherrschaft aktiv zu verteidigen, wächst. Folgerichtig äußerte Donald Trump die Absicht, das Militärbudget von 901 Mrd. $ (2026) auf 1,5 Billionen USD aufzustocken und damit China Paroli zu bieten
Vasallen in Europa
Brüssel stimmt ergeben in die Saga ein: China ist ein Feind, Russland wird als Bedrohung für Europa dargestellt. „Die EU rüstet nicht, weil sie Krieg will, sondern weil sie davon ausgeht, dass Nicht-Rüsten Krieg wahrscheinlicher machen würde.“ Si vis pacem, para bellum: Damit haben schon viele Kriege begonnen- und wurden auch verloren.

Das Echo in Wien

„Die Gefahr eines Atomkrieges sei „sehr, sehr groß“, so Bernhard Richter, Oberst des Bundesheers am 26. Jänner. Sichtung von Drohnen an europäischen Flughäfen, sabotierte Unterseekabel, Desinformationskampagnen, Ballons über Litauen seien untrügliche Beweise. Bundesheer-Oberst Reisner: „Russland führt gegenüber Europa einen hybriden Krieg, mit allen Ausprägungen, die wir kennen.“
Fehlende Beweise
Eine gewissenhafte Suche mit drei unterschiedlichen KI- Systemen ergibt folgende Beurteilung dieser Feststellungen…..
Drohnen überall?
Es gibt Verdachtsmomente und Indizien, aber kaum belegte Beweise dafür, dass Russland hinter diesen Vorfällen steht. Es handelt sich um politische bzw. nachrichtendienstliche Einschätzungen. Die Ballonvorfälle über Litauen wurden auf Schmuggler zurückgeführt.


Atomkrieg droht?
Eine Zusammenfassung seriöser Quellen ergibt: Es ist sachlich korrekt zu sagen, Das nukleare Risiko ist heute höher als vor Jahren, aber nicht, ein Atomkrieg wäre nahezu unvermeidlich. Die meisten Fachleute sprechen vom „höchsten Stand seit Jahrzehnten“ und „wachsenden Risiken“.
Bedrohungsbilder
Die jüngsten Verlautbarungen unserer Truppen lassen sich so zusammenfassen:
Die sicherheitspolitischen Herausforderungen für Österreich liegen weniger bei einem unmittelbaren Angriff. Vielmehr gibt die Summe von Bedrohungen unterhalb der Kriegsschwelle Anlass zu Besorgnis das Bundesheer muß daher zu einem zentralen Pfeiler staatlicher Widerstandsfähigkeit werden.

Dazu sei es notwendig-
- Die Cyber- und Informationsabwehr auszubauen.
- Die konventionelle Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
- Die gesamtstaatliche Robustheit zu festigen.
- Das militärische Personal und dessen Durchhaltefähigkeit zu ertüchtigen.
Das alles klingt vernünftig. Militärs sind eben dazu verpflichtet, über Feinde und Gefahren nachzudenken. Die Entwicklung von Fallstudien möglicher Bedrohungen und die Wege, um sie abzuwehren, gehört zu ihren Pflichten. Auf den wahrscheinlichsten „Zukünften“ bauen sie die Pläne für Investitionen in Bewaffnung und Mannschaften auf. Die Konsequenzen derartiger Planungen sind enorm und wichtig für alle anderen Verantwortungsträger im Staat.
Die Kosten

Wirksame militärische Präsenz ist teuer. Da die Mittel des Staates begrenzt sind, beschränken diese Ausgaben auch jene, die in die Zukunft gerichtet sind: Ausbildung, Forschung, Investitionen in die Infrastruktur etc. Dementsprechend wichtig ist die Richtigkeit der Annahmen, welche die Grundlage des Militärbudgets bilden.
Derzeit existiert in Österreich noch kein verbindlicher Finanzplan für die kommenden Jahre. Der „Aufbauplan 2032“ des Bundesheeres lässt auf eine Steigerung von fünf auf acht Mrd/anno für die nächsten fünf Jahre schließen (ca. 2% des BIP.) Damit marschiert Österreich im Gleichschritt mit den Staaten der EU.
Die außenpolitischen Folgen

Der zum Feind Erklärte denkt selbstverständlich mit: „Warum schätzt man uns als Feind ein? Tut man uns damit unrecht? Will man Bewaffnung und Rüstung etwa gar dazu nutzen, uns irgendwann anzugreifen? Mit wem würde man sich dazu verbünden?“ Wie müssen wir vorsorgen?
Gefährlicher Alarmismus
Das Risiko, mit dem lauten Warnen vor gefährlichen Feinden eine selbsterfüllende Prophezeiung in Gang zu setzen, ist groß. Die absichtliche Erzeugung von Hass und Angst in der eigenen Bevölkerung kann ebenfalls dazu beitragen, dass aus Planspielen schreckliche Fakten werden. Das alles hatten wir schon….
Eine dringende Empfehlung

Die andauernden Appelle von Militärs, NATO- Vertretern, US- Größen und ihren willigen Schreibern in den allermeisten Redaktionsstuben sind Gift für den Weltfrieden. Es würde allen Außen- und Verteidigungsministern, auch hierzulande, gut anstehen, das Wort nicht nur den Militärs und der Rüstungsindustrie zu überlassen. Diese denken naturgemäß in Kategorien Freund/Feind, haben ganz spezifische Interessen und lassen dazwischen wenig übrig. Das ist auch ihre Verantwortung oder Geschäftszweck.

Aufgabe von Politikern und Diplomaten ist es im Gegenzug, den Frieden zu sichern. Dieser nämlich ist der Vater aller Dinge- und nicht der Krieg, den man krampfhaft an die Wand malt.

2 Antworten
Als pensionierter Soldat muss ich widersprechen. Soldaten ist die Existenzsicherung des Staates nach außen hin aufgetragen. Wer keine eigene Armee hat, hat eine Fremde! Das ist eine vielfach bewiesene Tatsache.
Soldaten planen verschiedene Bedrohungsszenarien und wählen dann die Gefährlichste, um hinreichend Vorsorge zu treffen. Das Problem dabei ist, dass hinreiched gerüstet zu sein ein sehr langer und aufwendiger Prozess ist. Es geht nicht von heute auf morgen mit einem politischen Beschluss oder einem sofort wirsamen Budget.
Dass sie sich laufend äußern, soll eine zutreffende Beurteilung der eigenen Bevölkerung ermöglichen aber auch gegen potenielele Feinde abhaltend wirken. Si vis pace, para bellum, ist keine Zustimmung zum Krieg sondern eine notwendige Maßnahme, insbesondere weil die Geschichte jene straft, die zu spät kommen.
Dass wir Österreichr schon immer harsardiert haben ist leider geschichtliche Wahrheit. Die Vorderladermentalität ist scheinbar eine österreichische Krankheit. Warnung sollte uns sein, dass wie in der Tschechenkrise, unsere Politik mit einer Wehrmilliarde die Versäumnisse wettmachen wollte, so als könnte man im nächsten Supermarkt militärische Kapazität einkaufen. Sogar für die Auslandseinsätze – das sind friedenerhaltende Aufgaben des Bundesheeres – sind laufend Verbesserungen erforderlich. Für die eigene Landesverteidigung, das wären ja Kampfeinsätze, gilt das anscheinend nicht. Man müsste unerer Politik aber auch der Bevölkerung die Frage stellen ob sie mit dem Leben seiner Soldaten nicht sorglos umgehen und sie unverantwortbaren Gefahren aussetzen. Mir fehlt das Verantwortungsbewußtsein der Österreicher ihren Soldaten insbesondere ihrem Leben gegenüber. Mit unzureichender Ausrüstung und Ausbildung in einen Einsatz geschickt zu werden, ist leichtfertiger Umgang mit dem Leben seiner wehrverplichteten Bevölkerung.
Als einfacher Nebenerwerbsbauer im tiefen Süden bleibe ich bei meiner trivialen Meinung:
Das Bundesheer ist nicht mehr ruhmreich.
Es macht mit bei der supranationalen REVOLUTION von EU/NATO gesteuert.
Daher braucht man die bösen Bedrohungen von außen
Wir sollten sehr kritisch auf die Pandemie Covid schauen. 2020 – 2022 und das hat bei uns das Militär sehr wohl mitgelenkt. Es war eine Übung. In wenigen Ländern waren die Maßnahmen so aggressiv oder sagen wir genau wie in Österreich. Wirtschaft?
Reisner und Striedinger und alle gerne in Uniform und fest in den Medien
Außerdem ist Olympia immer eine gefährliche Zeit. Scheinbar ein Lostag für Soldaten wie in den Bauernregeln
2020 wurde im Februar Corona ausgerollt
2022 am letzten Tag Olympia 22. Februar marschierte der wilde Russe ein
Ich fürchte mich 2026
Real ist: wir rutschen vom Pandemierecht immer mehr ins Kriegsrecht. Dafür braucht man Videos von Offizieren
Und das alles viel mehr in neutralen Ländern Österreich wie in Portugal, Benexlux, Irland usw usw
Die Kosten zahlt nur das Volk. Auch die Kinder und Kindeskinder
Meiner Angelobung 1992 (und ich war stolz im Kontext des Jugoslawienkrieges) fühle ich mich in dieser Heeresleitung nicht verpflichtet. Im Gegenteil. Widerstand gegen eine NATO-EU ist Pflicht