Noch nie gab es ein Großreich, das sich über den ganzen Planeten erstreckte- den Boden, die Luft, Meere und Weltraum. Nicht einmal das Imperium der „Kaiserin von Indien“ Victoria, Königin von Großbritannien (1819–1901) reichte auch nur annähernd an diese unerhörte Ballung von Macht heran. Die USA haben diese Position nun erreicht.

Die größte Macht der Welt

Sie üben die Herrschaft über die Weltwährung Dollar, die ideologische Deutungsmacht im Film und die wichtigsten Nachrichtenagenturen aus. Die Central Intelligence Agency (CIA) koordiniert weltweit zahllose Agenten und nützt modernste, auch ungesetzliche, Methoden zur Informationsbeschaffung. Die Geburtsstätten und Zentralen des Internets, der Künstlichen Intelligenz (KI) und fast aller Social Media- Konzerne, wie Facebook, X, Instagram und WhatsApp, befinden sich in den USA. Die mächtigste Internet-Greißlerei, Amazon, setzte 2024 weltweit 638 Milliarden US-Dollar um. Die Liste dieses Gigantismus ließe sich beliebig fortsetzen.

Das Waffenarsenal

Diese zivilen Machtfaktoren steht ein gewaltiger militärischer Apparat zur Seite.

  • 11 Flugzeugträger
  • 13.000 Militärflugzeuge
  • 295 Kriegsschiffe
  • 5.200 Atomwaffen
  • 1,3 Mio. aktive Soldaten
  • 750 Militärbasen weltweit

….umfasst das Arsenal der USA.  Bis  zur zweiten Amtszeit von Donald Trump verbarg man diese ungeheure Staatsgewalt hinter einer sorgfältig gepflegten Kulisse: dem Anspruch, Hüter der „Westlichen Werte“ zu sein.  Hinter dieser Tünche wurde diese beispiellose Dominanz freilich rücksichtlos aus genützt- s. die lange Liste von Konflikten.     

Insbesondere die Europäische Union folgt naiv, töricht und selbstbeschädigend diesem Spiel von Tarnen und Täuschen. Erst der Narzisst Donald Trump öffnete der ganzen Welt mit stolzgeschwellter Brust die Augen. Für diese Entblößung muss man ihm  und seinen Hintermännern dankbar sein.

Blutige Arbeitsplätze

Die USA geben jährlich fast 1000 Milliarden für den militärisch- industriellen Komplex aus- für Armee, Rüstungsindustrie und Zulieferer. Diese Beträge machen 13 % des jährlichen Haushalts aus.  Im Bereich des Heeres sind etwa 1,3 Millionen Menschen beschäftigt, in der Waffenindustrie und deren Zulieferern weitere 2,2 Millionen Personen.  Die Gewinne der Rüstungswirtschaft sind hoch, ihre Aktionäre mächtig und die Börsenindizes spiegeln das Auf und Ab der US-Wirtschaft wieder. Bereits Präsident Dwight D. Eisenhower warnte in seiner Abschiedsrede am 17. Januar 1961 erstmals öffentlich; „Wir müssen uns vor dem unberechtigten Einfluss des militärisch-industriellen Komplexes hüten.“ Dieser hat seitdem gewaltig zugenommen.

Die Symbiose zwischen Industrie und Krieg

Seit dieser prophetischen Warnung haben sich die USA in 7 große Kriege und etwa 35–40 militärische Interventionen verwickelt Viele von diesen arteten in jahrelange blutige Schlachten aus, forderten Millionen Menschenleben und verursachten ganze Völkerwanderungen. Die geografische Lage der Amerikaner, umgeben von riesigen Ozeanen, erlaubt es ihnen, zuhause unbehelligt völkerrechtswidrige Angriffskriege, Ausschaltung missliebiger Regierungen und Machthaber, Eroberung von Rohstoffquellen und Ausdehnung ihres wirtschaftlichen Einflusses durchzuführen. Die dabei verbrauchten Waffen kosten den Staat Unsummen, werden aber durch den Gewinn an Macht und Rohstoffen übertroffen. Einen Gewinner gab es immer: dir Rüstungsindustrie, ihre Beschäftigten und Aktionäre.

Ein Kreislauf des Verderbens

So entwickelte sich zu Lasten der jeweiligen Opfer der Kriegshandlungen ein schauriger Kreisprozess. Die gefüllten Lager – Raketen, Munition, Kanonen, Gewehre, Waffen aller Art, weiters veraltete Fahrzeuge, Panzer, Flugzeuge, Schiffe etc. rufen die Industrie auf den Plan. Ihre Lobbys bedrängen die Politiker, für Nachschub zu sorgen. Reale oder herbeigeredete Feinde lassen sich immer finden: Man bereitet wieder einmal einen Krieg vor. Dies erfolgt vermittels sorgfältig geplanter Propaganda, der Motivation dritter Staaten (die später meist im Stich gelassen werden und die Zeche zu zahlen haben) und geheimdienstlicher Informationssammlung. Dann wird losgeschlagen und das vorsorglich produzierte Gerät großteils verbraucht. Ob am Ende der Kampfhandlungen Sieg oder Niederlage steht, ist nachrangig: Die meisten der großen Kriege, in welche die USA seit dem 2. Weltkrieg verwickelt waren, endeten in Niederlagen und schmählichem Rückzug. Der verdeckte Zweck aber ist erfüllt: Die Rüstungsindustrie fährt ihre Produktion wieder hoch und kann ihre Nutznießer einige Jahre lang befriedigen. Dann wiederholt sich das tödliche Spiel aufs Neue.

Die Wiederholung

Derzeit sind mehrere Phasen dieses Teufelskreises zu beobachten. In Kuba zeichnet sich der Beginn, in Venezuela die Fortsetzung und in der Ukraine ein Ausstieg ab, wie er z.B. in Afghanistan vor 5 Jahren unrühmlich erfolgte. Wie das Iran- Abenteuer ausgehen wird, ist ungewiss. Ein Sieger allerdings steht, wie immer jetzt schon fest- s. das schon  Gesagte. Verloren haben bis dato alle anderen.