Schlimme Beispiele

Vom persischen König Xerxes bis zum Diktator des Dritten Reiches, Adolf Hitler, spannt sich der Bogen. Die Liste jener Potentaten, die Herrschaft, Reich und oft auch Leben verloren, indem sie ihre Macht überdehnten, ist lang. Xerxes kämpfte sowohl an vielen Fronten innerhalb seines Reiches als auch gegen die Griechen. Bei Salamis erfüllte sich 480 v.Chr.  das Schicksal der persischen Flotte.

Hitler wiederum eröffnete an zahlreichen Fronten die Schlacht-  Westfront, Ostfront, Mittelmeer, Luftkrieg. Die totale militärische Überdehnung kostete ihn das Reich und ihn sowie weitere fast 80 Millionen Menschen das Leben.

Verwegene Pläne

Ob Donald Trump und seine Berater diese Beispiele berücksichtigten, als sie, folgend einem zweifellos lange erörterten und feststehenden Plan, beschlossen, den venezolanischen Präsidenten Maduro zu entführen, Kuba wirtschaftlich zu erdrosseln und sich der größten Insel der Welt, Grönland, zu bemächtigen? Werden sie ihren Plan, den Panamakanal zurückzuerobern und Kanada in die Vereinigten Staaten als 51. Bundesstaat zu integrieren, verwirklichen? Die aktuelle gewaltige Aktion im Iran lässt all das immer wahrscheinlicher erscheinen.

Zweifelhafte Gefolgschaft

Als schrille Begleitmusik zu diesem weltweiten Konzert der Raketen, Drohnen und Bombenflugzeuge erschallt weithin das Kriegsgeschrei der EU- Vorkämpferinnen Leyen,  Kallas und unserer Außenministerin Meinl- Reisinger.  Die trotz schlimmster Erfahrungen wieder kriegslustigen Deutschen und die abgehalfterten Briten brüllen mit. Auch der Mini-Wiedergänger Napoleons, Emmanuel Macron,  hat scheinbar vergessen, was dem einstigen Kaiser im Zuge seiner Mehrfrontenkriege widerfuhr: Spanien, Russland, Mitteleuropa, später ganz Europa nahm er aufs Korn. Die Folge: Katastrophe 1813 (Völkerschlacht bei Leipzig).  Ende auf trostlosen Insel St. Helena, 1921.

Fehlende Geschichtskenntnisse

Das Beispiel Franz Josephs I. (Kaiser von Österreich-Ungarn, in gewissem Sinn Vorläufer der Europäischen Union), sollte Frau v.d. Leyen ebenfalls zu denken geben. Er sandte unsere bedauernswerten Vorfahren an Fronten in  Russland und auf dem Balkan. Auch Italien ließ er nicht ungeschoren. Die Folge: Nationalitätenkonflikte, krachende Niederlage, Zerfall der Doppelmonarchie 1918, fast 20 Millionen Tote.

Wiederholt sich die Geschichte?

Ob ein ähnliches Ende der Unterwerfungspolitik der USA eintreten könnte? Oder wird Trump gegen alle historischen Erfahrungen seine Pläne durchsetzen? Was werden seine zahlreichen Feinde an der Heimatfront beginnen? Diese Fragen werden der Welt in nächster Zeit erhebliches Kopfzerbrechen bereiten- um an ganz böse mögliche Geschehnisse erst einmal gar nicht zu denken.