
General Keith Kellogg (geb. 1944), sicherheitspolitischer Berater des US- Präsidenten, pries 2023 den Einsatz ukrainischer Truppen im Kampf gegen Russland. Dieser zeuge „von höchster Professionalität“, da er einen strategischen Gegner ausschalte, ohne US-Truppen aufzubieten. Er ermögliche es den USA, ihre Ressourcen auf China als ihren Hauptgegner zu konzentrieren.
Bleibt im Schützengraben!
Dieser bemerkenswerte Zynismus: „Lasst andere für uns sterben“– erfuhr jüngst eine Steigerung, welche tief in die hinterhältigen und grausamen Seelen vieler EU-Granden blicken lässt: Die EU will den Schutz für ukrainische Kriegsflüchtlinge ändern. Neu einreisende ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter zwischen 23 und 60 Jahren sollen nicht mehr automatisch den vorübergehenden Schutzstatus erhalten.

Übersetzt in eine deutlichere Form lässt sich das wie folgt interpretieren:
„Bleibt im Schützengraben, um für das Dekorum der EU, Präsident Selenskijs und der NATO (letztendlich sinnlos) zu sterben.“
Eine ungeheuer zynische Haltung, würdig gewissenloser Gewaltherrscher. Diese auf nackten Fakten beruhende Interpretation gilt heute als „prorussische Propaganda“. Die einzig politisch korrekte Darstellung müsste lauten:
„Das strategische Ziel der USA und der NATO ist die Verteidigung der Menschenrechte weltweit“.
Sie findet sich in den allermeisten Kommentaren unserer botmäßigen Berichterstatter. Und sie ist absolut unzutreffend.
Die Europäische Union, voran deren Präsidentin und die Kanzler in Berlin, Paris und London (allesamt bis über beide Ohren verschuldet und vom Volk nachweislich mehrheitlich abgelehnt) überschlagen sich in Solidaritätsbeteuerungen, der Verordnung unzähliger Sanktionsmaßnahmen und allwöchentlichen Gipfelkonferenzen. Anlässlich derer werden immer höhere Finanzierungszusagen, Unterstützung auf dem Schlachtfeld, Integration in EU und NATO, Truppenentsendungen und Friedensinitiativen verkündet.

Die Russland bisher auferlegten Sanktionen haben freilich dazu geführt, dass man Energie u.a in den USA zu weit überhöhten Preisen einkaufen muss, was die Konkurrenzfähigkeit der europäischen Industrie zerstörte und eine permanente Inflation einleitete. Viele der vollmundigen Zusagen entpuppen sich a posteriori als inhaltslos, hauptsächlich dazu gedacht, das Dekorum der Veranlasser zu verbessern. Es handelt sich um irreführende Spiegelfechtereien.
Die Spiegelfechter
Ein Spiegelfechter ist jemand, der nur Scheingefechte führt– also den Anschein erweckt, einen Konflikt auszutragen oder ein Problem zu lösen, ohne tatsächlich etwas Wesentliches zu bewirken. Besonders auffällig wurden dabei der Nach-Nachfolger Napoleons, Emmanuel Macron, und jener von Reichskanzler Bismarck, Friedrich Merz.
Emmanuel Macron verkündete mit Pomp…..
- Lieferung von 16 Rafale-Kampfjets und vier SAMP/T NG-Luftabwehrsystemen
- Lizenzen zur ukrainischen Produktion von SCALP/Storm Shadow-Marschflugkörpern, Aster-30-Abfangraketen und AASM-Gleitbomben.
- Gesamtvolumen: 4 bis 8 Milliarden US-Dollar.
Der Pferdefuß: Es gibt keine Finanzierung; zahlen soll nicht Frankreich, sondern die anderen EU-Staaten.
Friedrich Merzens Sprüche:
„Deutschland muss der Ukraine Taurus-Marschflugkörper liefern, falls Russland seine Angriffe nicht einstellt“.
Nach seinem Amtsantritt knüpfte er eine Lieferung an eine gemeinsame europäische Entscheidung.

„Ziel ist ein gerechter und dauerhafter Frieden, der auch Europas Sicherheitsinteressen berücksichtigt.“
Es erfolgten keinerlei Initiativen, sondern nur höchst aggressive Aussagen.
- „Putin ist vielleicht der schwerste Kriegsverbrecher unserer Zeit.“
- „Ich habe keine Veranlassung, Putin an irgendeiner Stelle Glauben zu schenken.“
- „Beschwichtigung gegenüber einem Kriegsverbrecher ist fehl am Platz.“
- „Russland befindet sich im Zustand der tiefsten Barbarei.“
- „Putin ist weder durch Vernunft noch durch Humanität zu stoppen.“
- „Putin muss erkennen, dass er diesen Krieg nicht gewinnen kann.“
- „Wir sind nicht mehr im Frieden.“
Nicht eingelöste Versprechungen

Bereits 2008 erklärte die NATO auf dem Bukarester Gipfel:
„Ukraine wird Mitglied der NATO werden.“
2023 in Vilnius und 2024 in Washington wurde dies erneut bestätigt.
Bis heute gibt es jedoch-
- Keinen konkreten Zeitplan,
- keine Einladung,
- keinen Automatismus für den Beitritt.
- Die Ukraine fordert seit Jahren verbindliche Sicherheitsgarantien. Dies wurde nicht erfüllt.
- Viele westliche Waffensysteme wurden versprochen und meist deutlich später geliefert als von der Ukraine für das Gefecht gefordert.
Spiegelgefechte und Taschenspielereien

Die Beweggründe der EU- Führung, die Ukraine weiterhin zu unterstützen, lassen sich auf vier grundsätzliche Motive zurückführen:
- Man folgt dem eigennützigen Druck der USA, die Finanzierung der Auseinandersetzung, welche von ihnen seit der Jahrtausendwende sorgfältig orchestriert wurde, allein zu übernehmen.
- Eine weitere Unterstützung der Ukraine soll die Voraussetzungen für einen andauernden Frieden verbessern.
- Das Schüren der Angst vor Russland soll die Bereitschaft der Europäer für massive Rüstungsinvestitionen erhöhen.
- Der von eigenen Gnaden designierte äußere Feind muss für die innere Misere herhalten.
Ein uralter Taschenspielertrick, der vom eigenen Versagen ablenken soll: Nichts Neues unter der alten Sonne.
