Dummheit- Hybris- Nemesis
Dass die Welt aus den Fugen gerät, ist mittlerweile zu den allermeisten Gemütern vorgedrungen. Warum das so ist- daran scheiden sich freilich die Geister. Ist der Mensch schuld an der Erderhitzung, oder hat das ganz andere Ursachen? Soll man impfen, wenn eine Pandemie ausbricht, oder es der Natur überlassen, wer sie überlebt? Wo liegt die größte Gefahr für den Weltfrieden – beim Ukraine- Aggressor Putin oder dem Friedensnobelpreis-Kandidaten und Zirkuskünstler der Zölle in Washington?
Eines steht fest: Die Problemlösungsfähigkeit der Menschen reicht nicht aus, um mit der Fülle ungeklärter Fragen und ungelöster Probleme fertigzuwerden. Die Stunde der Dünkelhaften, Ungebildeten und Hochmütigen hat geschlagen. Schon die alten Griechen aber wussten, dass nach der Hybris des Wahns eigener Größe und Machtvollkommenheit die Nemesis der Vergeltung, der ausgleichenden Gerechtigkeit kommt.
Wer durch Hochmut und Selbstüberschätzung jedes Maß verliert, zieht früher oder später seinen eigenen Untergang herbei.
Man braucht nicht weit zu gehen, um die Unruhestifter, Weltbeglücker aus eigener Machtvollkommenheit und Kriegstreiber zu Identifizieren, die ein Gutteil der Beben, welche die Welt derzeit erschüttern, hervorgerufen oder zumindest begünstigt haben. Es kennzeichnet sie allesamt ein gemeinsames Merkmal: Ein Kombination aus Dummheit, Hochmut, Dünkel, Eigenlob, Impertinenz und Selbstüberschätzung.

Herausragende Beispiele
Hierzulande gibt es dafür Musterfälle in Hülle und Fülle. Nur einige seien zitiert:
Andreas Babler
Der einstige ungelernte Staplerfahrer trat vollmundig an, um die SPÖ wieder an die Staatsspitze zu führen. Derzeit dümpelt sie bei einer Zustimmungsrate von 17%
Beate Meinl-Reisinger
Die mit einem Wahlergebnis von 9,7% in die Rolle der Außenministerin katapultierte ehemalige Assistentin von ÖVP- Urgestein Othmar Karas in Brüssel führte ihre Partei bergab, bis zu aktuell 7,7%. Damit verlor sie 20% der Wählerstimmen, glänzt aber immer noch durch beispiellose Selbstgefälligkeit und ungebrochenes Sendungsbewusstsein.
Karlheinz Grasser
Der einstige Sonnyboy und Außenminister verfiel der Hybris der Gier und Korruption und wurde zum Opfer der Fußfessel.
René Benko
Umschwärmt von Politikern und Investoren, sank der Großbetrüger auf den Grund einer Kerkerzelle in Innsbruck herab.
Walter Ruck
Dem Präsidenten der WKO Wien stieg der Papp seiner Macht ins Hirn, er schwelgte in Allmachtsfantasien über Minister, Kollegen und Frauen, wurde belauscht und flugs aus seiner Partei ausgeschlossen.
Die Weltenherrscher sind nicht besser

Diese lokalen Heroen der Hybris, Opfer schon erfolgten oder beginnenden Untergangs, werden von unseligen Gestalten in Washington, Brüssel und Berlin in den Schatten gestellt.
Donald Trump
Beginnt weltweit unerklärte Kriege, gewinnt sie nicht, bringt die Weltwirtschaft durcheinander und fordert den Friedensnobelpreis. Seine Umfragewerte stürzen ab.
Ursula v.d. Leyen
Geriet durch politische Kungelei ungewählt an die Spitze des Europäischen Rates, drängte Europa auf einen multimilliarden- schweren Kriegskurs und steuerte damit Europa in eine Wirtschaftskrise.
Kaja Kallas
„Freedom is not free.“
„The only language Putin understands is strength.“
„Ukraine’s fight is our fight.“
Mit ihrer offensichtlicher Unbedarftheit zog sich die EU-Aussenbeauftrugte internen Unmut und weltweiten Spott zu.
Roderich Kiesewetter
– ehemaliger Oberst der Bundeswehr und Mitglied der CDU, zeichnet sich durch markige Sprüche aus, deren Realisierung unabsehbare Konsequenzen nach sich ziehen würde.
„Russland muss so besiegt werden wie einst Deutschland!“
Sein Kanzler stieß in dasselbe Horn. Nach jüngsten Umfragen keucht seine Partei mit 22,2 % deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2025 (28,5%) her und liegt damit hinter der Alternative für Deutschland (rund 27–28 %). Sie verlor mehr als ein Fünftel ihrer Wählerschaft.
Uralte Weisheit

Für alle diese Emporkömmlinge im Zuge des Qualitätsverlust des Führungspersonals in Regierungen desWestens und der Verfalls der guten Sitten gelten die auch die alten Volksweisheiten:
- Leere Fässer klingen am lautesten
- Eigenlob stinkt.
- Der Dümmste hält sich oft für den Klügsten.
- Stolz kommt vor dem Verderben.
- Hochmut kommt vor dem Fall.
Der Dichter drückte es vornehmer aus:
„Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.“
(Friedrich Schiller)
Wo bleibt die Weisheit der Regierenden?
„Die Torheit der Regierenden“ nannte Barabara Tuchman ihr berühmtes Werk. Wörtlich übersetzt bedeutet der Originaltitel (The March of Folly) etwa soviel wie „Der Marsch der Torheit“. Dieser schaurige Marsch wird uns von einer schnell wachsenden Kamarilla von Toren derzeit weltweit geblasen. Was schon die alten Römer wussten und in schöner Hexameterform ausdrückten:

„Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem!“
(Was immer du tust- mache es klug, und bedenke das Ende!)
-geriet in Vergessenheit.
Ringsum wachsen die Säulen der Narrheit und werden umtanzt, wie einst am Fuße des Berges Sinai das Goldene Kalb. Oben empfing Moses die Gesetzestafeln: Genützt haben sie nicht besonders viel.
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