Die Provokation
In seiner Rede „An die Nation“ vom 1. April 2026 stellte Trump die Öffnung der Straße von Hormuz als Angelegenheit der Europäischen Union dar.
„Wir werden helfen, aber sie sollten die Führung beim Schutz des Öls übernehmen, von dem sie so dringend abhängig sind“
sagte er. Am Dienstag rief Trump den europäischen Ländern zu: „Holt euch euer eigenes Öl!“ Parallel dazu drohte er mit dem Austritt aus dem Nordatlantikpakt.
Er habe „die Nato immer als Papiertiger betrachtet“ Nach dem Iran-Krieg werde er „die Mitgliedschaft in der Allianz überdenken“.
Die Wahrheit kommt ans Licht

Man muss dem abgehobenen Proleten im Weißen Haus für seine unglaublich arroganten und verächtlichen Äußerungen dankbar sein. Damit bekennt ein US-Präsident das erste Mal öffentlich und im Brustton der Überzeugung, dass die Folgen all jener Menschenrechtsverletzungen, gesetzwidrigen Angriffskriege und insgeheim angezettelten Verschwörungen in aller Herren Länder stets von anderen auszubaden waren. Seit 1945 hinterließen die USA, nach Auslösung von Revolutionen, Aufständen und Kriegen, stets einen gewaltigen Scherbenhaufen, ohne ihre direkten Kriegsziele erreicht zu haben. Dies alles erfolgte unter der scheinheiligen-Devise „Schutz der westlichen Werte“. Dabei wurden gerade diese stets mit Füssen getreten.
Die USA profitieren, andere Zahlen die Rechnung

Die langfristig wirksamen Auswirkungen- Destabilisierung, Verwirrung und Chaos- traten zuverlässig ein. Das wichtigste Ziel – die Beschäftigung von Millionen Menschen in der Rüstungsindustrie der USA- wurde unfehlbar erreicht. Von Vietnam über Jugoslawien zu Syrien, zum Irak und nach Afghanistan spannt sich der Bogen blutiger Interventionen der USA. Staatschefs wurden in nächtlichen Überfällen entführt und missliebige Regime durch brutale Sanktionen gegen deren notleidende Bevölkerung erpresst. Die tragischen Folgen all dieser Untaten- Unruhen, Vertreibung, zerstörte Staaten, Hungersnot- hatten stets die im Stich gelassenen ehemaligen Verbündeten, Anrainerstaaten, Hilfsorganisationen, die Wirtschaft und in sehr vielen Fällen die Europäer zu tragen.
Russland löckt wider den Stachel

Eine Ausnahme aus dieser Kette von Brüchen des Völkerrechts ist das Beispiel Ukraine. Die über Jahrzehnte hinweg bis aufs Blut gereizten Russen ließen sich, im Gegensatz zum Rest der Welt, die im Untergrund und auch offen geführte Wühlarbeit der USA unter dem Schild der NATO nicht gefallen und setzten dem Treiben mit den gleichen völkerrechtswidrigen Aktionen entschlossenen Widerstand entgegen. Sie werden nun von den Vasallen Washingtons mit allen möglichen Maßnahmen verfolgt und „bestraft“, was sich zunehmend als Schuss ins eigene Knie herausstellt. Die Leidtragenden des blutigen Stellvertreterkriegs sind die Ukrainer und die EU- Staaten, denen ganz offen von den USA die sinnlose Fortsetzung und die Kosten des von ihnen angezettelten Blutbades- unter der Devise ihrer ehemaligen Stellvertretenden Außenministerin …….. „Fuck EU!“ aufgebürdet werden.
Europa als Putztruppe und Räumkommando?
Der Höhepunkt der Impertinenz freilich ist das Ansinnen Trumps, die Europäer mögen sich gefälligst daran machen, das Chaos, welcher es rund um den Iran angerichtet hat, wieder in Ordnung zu bringen. Kindeswegleger, Schuldabwälzer, Sündenbocksucher oder Täter-Opfer-Umkehrer- diese wenig schmeichelhaften Attribute kommen dem Betrachter angesichts dieser Verhaltensweise des Weltenherrschers jenseits des Atlantiks in den Sinn. Das liebedienerische Gebaren jener, die zum Aufräumen der Scherben antreten sollen, ist nicht dazu angetan, das Selbstgefühl des Europäers zu heben. Ob man sich sich zu einer Putztruppe der USA degradieren lässt?

Was tun?
Will Europa Würde und Ansehen auf der Welt nicht vollends einbüßen, wird man dem Treiben der USA entschlossenen Widerstand entgegenzusetzen haben. Von energischen Reaktionen in der UNO über gemeinsame Erklärungen mit den BRICS- Staaten hin zu offenen Verhandlungen mit Russland über die Lieferung billiger Energie reicht der Bogen der zu ergreifenden Maßnahmen. Insbesondere eine vorsichtige Annäherung an die Verfemten in Moskau würde den Größenwahnsinnigen in Washington zeigen, wo der Bartl den Most holen könnte.


10 Kommentare
Ein Austritt der USA aus der NATO kann auch ein begrüßenswerter Reinigungsprozess sein. Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr. Die Welt ohne die USA hat alles was notwendig ist. Dazu braucht man aber eine EU die entschluss- und handlungsfähig ist. Weniger Selbstbedienungsladen für Möchtegern, sondern Männer und Frauen mit Format sowie Anstand, Moral und demokratischer Haltung, anstatt willfährigem Lobbyismus und Eigennutz.
„Ja, wann der Wann net war. war der Hendldreckl a Butter!“ hat meine Oma einst gesagt. (Es ist halt recht viel, was man dazu bräuchte….)
Ich gebe Ihnen ja Recht, aber eine vorsichtige Annäherung an Russland wird auf sehr viel Widerstand stoßen ..
Das kann man wohl sagen….
Es wird der EU aber nichts anderes übrig bleiben. Und Frieden in Europa wird es nur mit Russland und nicht gegen Russland geben.
Was hat die CIA gegen unsere Staatenlenker in der Hand? So dumm und vernarrt können die ja nicht sein! Selbst Fanatiker haben letztlich eine Währung.
Ja Sie haben in allen Punkten vollkommen Recht. Ein Austritt der USA aus der NATO wäre vielleicht das Ende der NATO und das wäre für Europa nicht nur gut sondern wichtig, denn die NATO ist doch in der Realität nichts anderes als eine Besatzung durch die USA seit 1945 und in der Folge freiwillig in EU-Staaten. Aber einen ganz wesentlichen Punkt haben Sie bei der Auflistung der USA-Schand-Taten vergessen, dass bei allen diesen USA Provokationen und Schandtaten, so gut wie immer hunderttausende, ja sogar millionen von Flüchtlingen die Folge dieser USA-Taten gewesen waren. Damit wurde Europa der wesentlich größere Schaden, verursacht durch die USA, bisher zugefügt. Alleine schon deshalb ist es notwendig, dass Europa mit Russland und insbesondere mit den anderen BRIGS-Staaten, die wirtschaftliche Zusammenarbeit sucht und voran treibt. Damit würde den USA der derzeitige Größenwahn schnell vergehen.
Wie überzeugt man 720 EU-Parlamentarier und die Kommission, allen voran die feministische EU-Spitze, von der Idee Sanktionen gegen Russland, zum Wohl der Mitgliedstaaten, zu lockern. Eine 12er Frage. Es sei denn, die Mitgliedstaaten gehen den ungarischen Weg der relativen Eigenständigkeit. Dazu würden aber europäische Politführer benötigt, die mehr als nur Ostereier am Körper tragen.
Libyen fehlt in der Aufzählung der hinterlassenen Scherbenhaufen. Es wird spannend, ob nach Irak und Lybien auch der Iran den Versuch, die US-Dollar-Abrechnung von Öl zu kippen, mit der großflächigen Zerstörung der Infrastruktur und der Enthauptung des Machtapparats bezahlen muss. Hier wird wohl auch China ein Wort mitreden, weil nach Venezuela ein weiterer Öllieferant für China dem US-Druck ausgesetzt wird.
ich korrigiere – Libyen.