„Wir müssen bis 2029 kriegstüchtig sein.“

„Wir müssen Abschreckung leisten.“

„Es kann unser Krieg werden.“

„Wenn wir aufhören zu unterstützen, bedeutet das das Ende der Ukraine.“

Also sprach der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius, Nachfolger Nr. 19 Werner von Blombergs, (1933 bis 1938 Reichskriegsminister unter Adolf Hitler). Dessen Wirken führte bekanntlich zur Katastrophe von Stalingrad, dem Tod von 27 Millionen Russen und von 5,5 Millionen Soldaten samt 2,0 Millionen Zivilisten im dahingegangenen Dritten Reich. Offensichtlich kann das deutsche Wesen auch nach zwei verlorenen Weltkriegen noch immer nicht genesen: Anders ist eine derartige Unsensibilität nicht erklärbar.

Wie uns die EU in den Krieg treibt

Maßgebliche europäischer Politiker schließen sich dem Waffenklirren aus Berlin an.

Emmanuel Macron (Paris):

„Wir werden alles tun, damit Russland diesen Krieg nicht gewinnen kann.“
„Die Niederlage Russlands ist entscheidend für Europas Sicherheit.“

Keir Starmer (London):

„Wir müssen sicherstellen, dass Putin diesen Krieg nicht gewinnt.“

„Europa steht vor einer neuen Ära der Unsicherheit.“

Kaja Kallas (EU-Aussenbeauftragte)

„Russland stellt eine langfristige und direkte Bedrohung für die Sicherheit Europas dar.“

„Russlands imperialistische Ambitionen haben sich nicht verändert.“

Europäisches Parlament (Resolution 2025)

„Russland betreibt systematische militärische und hybride Kriegsführung sowie Provokationen gegen die EU.

Gefährliches Kräftemessen

Seit der Freigabe der 90-Milliarden-Schenkung der EU (man wird sie bald aufstocken müssen) an die Ukraine überschlagen sich die Meldungen über Erfolge der Ukraine im Krieg mit Russland. Gleichzeitig intensivieren die Europäer ihre martialischen Ansagen. Ersteres ist leicht durchschaubar: Die ungeheuren Belastungen des EU-Bürgers auf allen Gebieten müssen durch Erfolge, auch herbeigeredete, begründet werden. Das Kriegsgeschrei wiederum lässt erwarten, dass sich die EU auf ein Kräftemessen mit Russland einlässt und dieses lauthals ankündigt. All das ist Begleitmusik, um die Position der Ukraine für einen Friedensschluss zu verbessern. Die Ziele Russlands und der Entente Kiew-Brüssel liegen freilich so weit auseinander, dass aus jetziger Sicht jegliche Einigung zu einem Gesichtsverlust der einen oder anderen Seite führen würde. Die Zerreißprobe wird daher auf die Spitze getrieben werden.


Eine De-facto- Kriegserklärung

Gesehen aus der Position der russischen Regierung bedeutet all dies eine massive Drohung und indirekte Kriegserklärung. Ein Blick in die Geschichte des Ukraine- Konfliks zeigt, dass dieser vor einem Vierteljahrhundert ebenfalls mit Aktionen begann, von denen man wusste, dass sie die Russen zur Weißglut treiben mussten. Schon George F. Kennan, Architekt der amerikanischen Containment-Strategie, warnte 1997 ausdrücklich vor einer NATO-Osterweiterung. In der „New York Times“ bezeichnete er sie als „tragischen Fehler der amerikanischen Politik nach dem Kalten Krieg“, der vorhersehbar zu Gegenreaktionen Russlands führen werde.

Moskau hat auch nicht vergessen, was der US-Thinktank STRATFOR, folgend dem US- Sicherheitsberater Zbigniew Brzeziński bereits 1997 schrieb: „Aus Moskauer Sicht bietet die Ukraine die Möglichkeit eines Dolchstoßes, der auf die empfindlichste Seite Russlands gerichtet ist.“

Wenn sich das Übel fortzeugt….

Moskau wird die aktuellen Drohungen der Europäer ebenso ernst nehmen wie seinerzeit die Auseinandersetzungen im Donbass und die US-gesteuerten Maidan-Revolution in Kiew. (Patricia Noland: „Fuck EU!“). Sollte die EU, als kriegerisches Anhängsel der NATO, Russland durch immer intensiveres direktes Engagement in die Enge treiben, werden die Russen zuerst massiv zurückschlagen.

Ist das nicht erfolgreich, wird Putin notgedrungen offensiv agieren und die direkte militärische Konfrontation mit der EU und NATO riskieren. Dies wäre die selbsterfüllende Prophezeiung der aktuellen „Warnungen“ der EU und die erlistete Rechtfertigung für einen Krieg, den man mit Vernunft schon lange verhindern hätte können. Nicht ohne Grund haben sich die USA bereits aus der Konfrontation zurückgezogen. Donald Trump beginnt mit dem Abzug von Truppen und Kurzstreckenraketen aus Deutschland und droht ähnliche Aktionen in Spanien und Italien an- wie stets, wenn die gepeinigten Stellvertreter für neue Aufträge für die Rüstungsindustrie gesorgt haben.

Die Interessen im Hintergrund

Die treibenden Kräfte hinter den agierenden Marionetten in den Staatskanzleien bleiben unsichtbar. Man kann nur vermuten, wer die weltweite Kampagne orchestriert: Rüstungskonzerne, US-Interessen auf dem Umweg über Brüssel, weltweit gesteuerte Pressekampagnen, Lobbys an den internationalen Börsen, Investment- Riesen wie BlackRock u.a.

Wir kleinen Bürger und Zahler sind angesichts der Geschichtsvergessenheit, Torheit und auch Verantwortungslosigkeit unserer Anführer in Gottes (oder des Teufels) Hand. Das Geschehen wird zum Selbstläufer. Die Auseinandersetzungen rund um den Iran zeigen, wie unberechenbar sich ein mit Hurra begonnener Krieg entwickelt und welche unabsehbaren Folgen er nach sich ziehen kann. Es wäre beileibe nicht das erste Mal.