Jenseits des Mainstreams
Von 2019 bis 2025 habe für die größten Tageszeitung Österreichs Betrachtungen verfasst. Sie fanden nach und nach großes Interesse. Mein wohl begründeter Entschluss, diese Tätigkeit zu beenden, enttäuschte viele Leser und veranlasste mich dazu, einen Blog zu beginnen, der nun breiten Zuspruch findet. Mehrfach wurde ich danach von anderen Medien angesprochen und habe diese Fragestellung an meine Follower und Freunde jüngst in den sozialen Medien weitergeleitet. Das breite Interesse hat daran überraschte mich, ebenso die Vielfalt der Vorschläge. Nun bin ich es den Interessenten auch schuldig, meine getroffene Entscheidung mitzuteilen und zu begründen.
Entscheidung „per exclusionem“
- Der am häufigsten geäußerte Vorschlag- eine Rückkehr zur Kronen Zeitung- ist wegen der Vorgeschichte ausgeschlossen.
- Etliche angeführte Mainstream- Organe werden an einer Veröffentlichung meiner Meinung kein Interesse haben, was auf Gegenseitigkeit beruht.
- Vorschläge in Richtung linksliberaler Blätter sind unrealistisch.
- In politisch eindeutig scharf rechts punzierten Schriften will ich nicht erscheinen und mich damit indirekt parteipolitisch einordnen.
Was bleibt dann? Summa summarum stellte sich, im Ausschlussverfahren, heraus, dass ich eigentlich nirgends hinpasse.
Eine Schiffsmühle im Strom der Meinungen

Mit Kommentaren und dem Verfassen von Büchern bewegt man nichts, in einer Welt, in der die „Wahrheit“ per veröffentlichte Meinung von unsichtbaren Mächten mit Milliarden erkauft wird. Das weiß ich aus fünfzigjähriger Erfahrung, als Buchautor, Diskussionsrunden- Teilnehmer und Kommentator in praktisch allen österreichischen Zeitungen. Mittlerweile habe ich aus der Flut der Lektüre und Informationen eine recht stabile Meinung destilliert, die mich vom Mainstream meilenweit entfernt hat.
Der Strom der veröffentlichten Meinung hat dabei eine motivierende Kraft: Wie bei einer Schiffsmühle dreht er das Rad der Gedanken und Ideen, ohne sie aber im Inhalt manipulieren zu können. Es gibt viele wie mich, die in Bezug auf ihre Anschauungen heimatlos wurden. Das verbindet diese Massenuntauglichen zu einer Bruderschaft der Verleugneten. Diese schwillt immer mehr zu einer brausenden Mehrheit an.

Rückzug aus dem Einheitsbrei
Diese meine Schwestern und Brüder im Geiste bilden die Leserschaft, welche ich mir wünsche und für die es wert ist, sich anzustrengen. Sie sind über alle Medien hin verstreut; viele aber haben sich frustriert aus dem von internationalen Nachrichtenagenturen, Spin- Doktoren und Politruks aller Parteien zusammengerührten Einheitsbrei zurückgezogen. Mit jenen nachzudenken- das interessiert mich. Nicht die Reichweite, die Zahl der Klicks zählt; nicht die Quantität, sondern die geistige und ideelle Elite ist mein Ziel.
Deswegen werde ich mein ganz eigenes Ding allein und wacker weiterbetreiben und mich nicht unter die Fittiche Dritter kuscheln. Ausnahmen wird es geben- aber keine Kompromisse und schlampige Verhältnisse.
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Ein Kommentar
Alles richtig wie Sie es höflich und solide formuliert haben. Ihren Frust kann ich nachvollziehen. Ihre Schreibweise und Formulierung ist trotzdem noch so, dass diese immer noch so vielen Gleichgesinnten aus der Seele spricht. Man kann leider nur hoffen, dass endlich die Staatenlenker von Europa zur Besinnung kommen und das Unsinnige, geile Kriegsgeheul beenden. Ich bin überzeugt, dass es sehr viele Menschen in Europa Wissen, Russland hat zu keiner Zeit die Absicht gehabt Europa anzugreifen. Der beabsichtigte Beitritt der Ukraine zur NATO war letztendlich der Auslöser. Russland hat sogar die engere Zusammenarbeit mit der EU (bei der Rede von Putin im deutschen Bundestag) angeboten. Die EU hat Russland die kalte Schulter gezeigt, dafür wollte man die NATO vor die Haustüre zu Moskau platzieren. Warum unsere Bundesregierung und auch unser HBP mit diesem Kriegstreibern mitmachen, ist mit unserer Neutralität absolut nicht vereinbar, daher Unverständlich. Nicht die Neutralität wäre das Problem, sondern jede militärischen Aufrüstung in Einbindung mit der NATO, wie z.B. SkyShild, würden uns erst zum Angriffsziel machen. Aber über unsere teuerste, aufgeblähteste Regierung sowie Qualifikation der handelnden Personen möchte ich mich nicht äußern. Darum machen Sie bitte weiter, trotz aller Gedanken bezüglich Frust. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ihre Beiträge sind Balsam auf der Seele.